BG 2.40 — Sankhya Yoga
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नेहाभिक्रमनाशोऽस्तिप्रत्यवायोविद्यते|स्वल्पमप्यस्यधर्मस्यत्रायतेमहतोभयात्||२-४०||
nehābhikramanāśo.asti pratyavāyo na vidyate . svalpamapyasya dharmasya trāyate mahato bhayāt ||2-40||
नेहाभिक्रमनाशोऽस्ति: not in this | प्रत्यवायो: production of contrary results | न: not | विद्यते: is | स्वल्पमप्यस्य: very little | धर्मस्य: duty | त्रायते: protects | महतो: from great | भयात्: fear
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Hierin gibt es keinen Verlust der Bemühung, noch gibt es widrige Folgen. Selbst ein wenig Übung dieser Pflicht schützt vor großer Furcht.
English
Swami Gambirananda
Swami Adidevananda
Hindi
Swami Ramsukhdas
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Sri Ramanuja
Sri Madhavacharya
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Sri Abhinav Gupta
Sri Madhusudan Saraswati
Sri Sridhara Swami
Sri Dhanpati
Vedantadeshikacharya Venkatanatha
Sri Purushottamji
Sri Neelkanth
Sri Vallabhacharya
Detailed Commentary
**2.40.** In diesem menschlichen Bereich geht keine Bemühung verloren, die auf dieses Dharma der ausgeglichenen Geisteshaltung (samabuddhi) gerichtet ist, noch bringt ihre Ausübung ein nachteiliges Ergebnis hervor. Selbst ein wenig Praxis dieses (Dharma) schützt vor großer Furcht (in Form von Geburt und Tod). **Kommentar:** Die Herrlichkeit dieser ausgeglichenen Geisteshaltung hat der Herr auf vierfache Weise in der zweiten Hälfte des vorherigen Verses und in diesem (vierzigsten) Vers erklärt: (1) Durch sie wird man frei von der Bindung des Karma; (2) Ihr Beginn geht niemals verloren; (3) Sie trägt keine nachteilige Frucht; und (4) Selbst ein wenig Praxis davon ist imstande, vor großer Furcht zu schützen. *„Hier geht keine Bemühung verloren“* – Wenn auch nur der Beginn dieser ausgeglichenen Geisteshaltung (samata) stattfindet, selbst dieser Beginn geht niemals verloren. Das Sehnen, das glühende Verlangen im Geist, Ausgeglichenheit zu erlangen – dies selbst ist der Beginn dieser Ausgeglichenheit. Dieser Beginn hört niemals auf zu sein; denn das Verlangen nach der Wahrheit ist selbst wahr. Die Implikation des Wortes ‚hier‘ ist, dass in diesem menschlichen Bereich der Mensch allein berechtigt ist, diese ausgeglichene Geisteshaltung zu erlangen. Alle anderen Bereiche des Genusses sind vom Menschlichen getrennt. Daher gibt es in jenen Bereichen keine Gelegenheit, Ungleichheit (Anhaftung-Abneigung) zu zerstören; denn Genüsse geschehen nur mit Anhaftung und Abneigung. Wenn es keine Anhaftung oder Abneigung gäbe, gäbe es überhaupt keinen Genuss; vielmehr würde es zu spiritueller Praxis werden. *„Noch bringt sie ein nachteiliges Ergebnis hervor“* – In Handlungen, die mit wunschmotivierter Absicht ausgeführt werden, wenn es irgendeinen Mangel im Rezitieren von Mantras, Opferriten usw. gibt, bringen sie nachteilige Ergebnisse hervor. Zum Beispiel, wenn jemand ein Putreshti Yajna (Opfer zur Erlangung eines Sohnes) durchführt und ein Fehler im Ablauf unterläuft, kann, weit davon entfernt, einen Sohn zu erhalten, jemand im Haushalt sterben, oder selbst wenn ein so schwerwiegendes nachteiliges Ergebnis aufgrund eines kleinen Mangels nicht eintritt, wird der Sohn nicht mit allen vollständigen Gliedmaßen geboren! Jedoch bringt die Bemühung, die Praxis einer Person, die danach strebt, diese ausgeglichene Geisteshaltung in ihr Verhalten zu bringen, niemals ein nachteiliges Ergebnis hervor. Der Grund ist, dass in ihrer Praxis kein Verlangen nach Ergebnissen besteht. Solange das Verlangen nach Ergebnissen bleibt, entsteht keine Ausgeglichenheit, und wenn Ausgeglichenheit entsteht, bleibt kein Verlangen nach Ergebnissen. Daher kann ihre Praxis unmöglich ein nachteiliges Ergebnis hervorbringen; es ist einfach nicht möglich. Was ist ein nachteiliges Ergebnis? Die Ungleichheit mit der Welt selbst ist das nachteilige Ergebnis. Anhaftung gegenüber einem weltlichen Objekt und Abneigung gegenüber einem anderen zu haben, ist Ungleichheit, und aus dieser Ungleichheit entsteht die Bindung in Form von Geburt und Tod. Aber wenn in einer Person Ausgeglichenheit entsteht, hören Anhaftung und Abneigung auf zu existieren, und mit dem Fehlen von Anhaftung und Abneigung hört die Ungleichheit auf zu existieren. Dann bleibt überhaupt keine Ursache mehr für ein nachteiliges Ergebnis übrig. *„Selbst ein wenig von diesem Dharma schützt vor großer Furcht“* – Wenn auch nur ein wenig Praxis dieses Dharma der ausgeglichenen Geisteshaltung stattfindet, wenn auch nur ein wenig Ausgeglichenheit in das Leben und Verhalten eintritt, schützt es einen vor der großen Furcht vor Geburt und Tod. So wie wunschmotivierte Handlungen nach dem Hervorbringen ihrer Ergebnisse vergehen, vergeht diese Ausgeglichenheit nicht, nachdem sie ein Ergebnis wie Reichtum oder Besitz hervorgebracht hat; das bedeutet, ihre Frucht ist nicht das Erlangen vergänglichen Reichtums usw. In welchem Maße auch immer Ausgeglichenheit im Herzen des Aspiranten gegenüber günstig-ungünstigen Objekten, Personen, Ereignissen, Umständen usw. entsteht, so viel Ausgeglichenheit wird unerschütterlich. Diese Ausgeglichenheit kann niemals zu irgendeiner Zeit zerstört werden. Zum Beispiel, welche Ausgeglichenheit auch immer erlangt wird, welche spirituellen Vorräte auch immer von einem, der im Übungsstadium vom Yoga abfällt (Yogabhrashta), erworben werden, werden nicht zerstört, selbst nachdem er viele Jahre lang Glückseligkeit in höheren Bereichen wie dem Himmel genossen hat und nachdem er Freuden in den Häusern der Reichen in der sterblichen Welt genossen hat (Gita 6.41-44). Diese Ausgeglichenheit, diese spirituellen Vorräte werden niemals auch nur im Geringsten aufgebraucht; vielmehr bleiben sie immer genau so, wie sie sind, erhalten; denn dies ist Sat (Wahrheit/Sein), es ist ewig. Der Begriff ‚Dharma‘ bezieht sich auf zwei Dinge: (1) Das Ausführen von Werken des öffentlichen Wohls wie Almosen geben, Wasserstellen errichten, Speisehäuser eröffnen usw., und (2) Das gewissenhafte Ausführen der vorgeschriebenen Pflichten gemäß der eigenen Varna und Ashrama, wie von den Schriften auferlegt. Indem man diese Dharmas mit einer wunschlosen Haltung ausführt, entsteht das Dharma in Form von Ausgeglichenheit spontan; denn dieses Dharma der Ausgeglichenheit ist das eigene Dharma, d.h. die wesenhafte Natur. In diesem Zusammenhang wurde die ausgeglichene Geisteshaltung hier Dharma genannt. **Ein besonderer Punkt bezüglich Ausgeglichenheit:** Es ist allgemein in den Köpfen der Menschen verwurzelt, dass Erinnerung/Andacht (bhajan-smaran) nur geschieht, wenn der Geist absorbiert ist; wenn der Geist nicht absorbiert ist, was nützt es dann, ‚Ram-Ram‘ zu wiederholen? Aus der Perspektive der Gita jedoch ist das Absorbiertwerden des Geistes keine sehr hohe Sache. Aus der Perspektive der Gita ist die hohe Sache – Ausgeglichenheit. Ob andere Eigenschaften erscheinen oder nicht, einer, in dem Ausgeglichenheit entstanden ist, den erklärt die Gita als vollendet (Siddha). Einer, in dem alle anderen Eigenschaften erscheinen, aber Ausgeglichenheit nicht entsteht, den erklärt die Gita nicht als vollendet. Ausgeglichenheit ist von zweierlei Art: Ausgeglichenheit des inneren Instruments (antahkarana) und Ausgeglichenheit des Wesens (svarupa). Die ausgeglichene Höchste Seele ist überall vollständig gegenwärtig. Wer in jener ausgeglichenen Höchsten Seele verankert ist, hat die ganze Welt erobert; er ist befreit, während er lebt (Jivanmukta). Ihre Erkennung jedoch geschieht durch die Ausgeglichenheit des inneren Instruments (Gita 5.19). Ausgeglichenheit des inneren Instruments ist: Gleichmut bewahren in Erfolg und Misserfolg (Gita 2.48). Ob es Lob oder Tadel gibt, ob ein Unterfangen gelingt oder scheitert, ob Lakhs von Rupien kommen oder Lakhs von Rupien gehen, dennoch gibt es deswegen keine Erregung im inneren Instrument; es gibt kein Vergnügen-Schmerz, Freude-Leid usw. (Gita 5.20). Diese Ausgeglichenheit wird niemals zerstört. Abgesehen von Heil bringt diese Ausgeglichenheit kein anderes Ergebnis hervor. Eine Person mag jede verdienstvolle Handlung wie Askese, Wohltätigkeit, Pilgerfahrt, Gelübde usw. ausführen; sie vergehen, nachdem sie ihre Ergebnisse hervorgebracht haben. Aber während man spirituelle Disziplinen übt, wenn auch nur ein wenig Ausgeglichenheit (Freiheit von Modifikationen) im inneren Instrument entsteht, wird sie nicht zerstört; vielmehr schenkt sie Heil. Daher ist in der spirituellen Praxis Ausgeglichenheit eine so hohe Sache, wie es die Einspitzigkeit des Geistes nicht ist. Durch das Einspitzigwerden des Geistes mögen Vollkommenheiten (siddhis) erlangt werden, aber Heil wird nicht erlangt. Mit dem Erscheinen von Ausgeglichenheit jedoch wird eine Person glücklich frei von weltlicher Bindung (Gita 5.3). **Zusammenhang:** Im neununddreißigsten Vers sprach der Herr von jener ausgeglichenen Geisteshaltung, die im Kontext des Yoga gehört werden soll. Das Mittel, um eben jene ausgeglichene Geisteshaltung zu erlangen, wird in den nachfolgenden Versen erklärt.