O König Dhritarashtra! Gerade als die Waffen erhoben werden sollten, in jenem Augenblick, als er die ungerechten Herrscher, die das Königreich an sich gerissen hatten, und ihre Verbündeten in Schlachtordnung vor sich aufgestellt sah, da hob Arjuna, der Sohn Pandus, auf dessen Banner das Emblem Hanumans prangte, seinen Gandiva-Bogen und sprach diese Worte zu dem allwissenden Herrn Shri Krishna, dem inneren Lenker.
**Kommentar:** Das Wort ‚atha‘ (nun) bedeutet, dass Sanjaya nun den Dialog zwischen Herrn Shri Krishna und Arjuna beginnt, welcher die Bhagavad Gita ist. Dieser Dialog endet mit dem Wort ‚iti‘ im vierundsiebzigsten Vers des achtzehnten Kapitels. Ebenso beginnt die Unterweisung der Bhagavad Gita ab dem elften Vers ihres zweiten Kapitels und endet im sechsundsechzigsten Vers des achtzehnten Kapitels.
‚Als die Waffen im Begriff waren, aufeinanderzuprallen‘ – Obwohl Großvater Bhishma sein Muschelhorn nicht blies, um den Beginn der Schlacht zu signalisieren, sondern es nur blies, um Duryodhana zu erfreuen, nahmen die Heere der Kauravas und Pandavas es dennoch als Kriegserklärung und erhoben, ihre Waffen bereit, ihre Waffen. Als Arjuna die Heere so bewaffnet sah, hob auch er, von Heldenmut erfüllt, seinen Gandiva-Bogen.
‚Als er die Söhne Dhritarashtras aufgestellt sah‘ – Durch diese Worte deutet Sanjaya an, dass dein Sohn Duryodhana, als er die Pandava-Armee sah, eilends zu Dronacharya lief. Als aber Arjuna die Kaurava-Armee sah, ging seine Hand sogleich zu seinem Gandiva-Bogen – ‚den Bogen hebend‘. Dies offenbart, dass in Duryodhana Furcht wohnt, während in Arjuna Furchtlosigkeit, Begeisterung und Heldentum sind.
‚Der mit dem Affenbanner‘ – Indem Sanjaya für Arjuna das Beiwort ‚Kapidhvaja‘ verwendet, erinnert er Dhritarashtra an Hanumanji, der auf der Flagge von Arjunas Streitwagen thront. Als die Pandavas im Wald lebten, brachte eines Tages plötzlich der Wind eine göttliche tausendblättrige Lotusblüte vor Draupadi und ließ sie fallen. Als Draupadi sie sah, war sie hocherfreut und sprach zu Bhimasena: ‚O großer Held! Bringe mir bitte viele solcher Lotusblüten.‘ Um Draupadis Wunsch zu erfüllen, machte sich Bhimasena von dort auf. Als er einen Bananenhain erreichte, traf er dort auf Hanumanji. Es fanden viele Gespräche zwischen den beiden statt. Schließlich, als Hanumanji Bhimasena drängte, eine Gunst zu erbitten, sagte Bhimasena: ‚Möge deine Gnade auf mir ruhen.‘ Darauf sprach Hanumanji: ‚O Sohn des Windes! Zu der Zeit, wenn du, in die feindlichen Reihen eingedrungen, die von den Schlägen der Pfeile und Speere aufgewühlt sind, wie ein Löwe brüllst, werde ich dieses Brüllen mit meinem eigenen donnernden Schrei verstärken. Darüber hinaus werde ich, auf der Flagge von Arjunas Streitwagen sitzend, einen so furchterregenden Schrei ausstoßen, dass er den Lebenshauch der Feinde raubt und es euch allen ermöglicht, eure Widersacher mit Leichtigkeit zu erschlagen.‘ So ist der Sieg gewiss für den, auf dessen Streitwagenflagge Hanumanji thront.
‚Der Sohn Pandus‘ – Dhritarashtra hatte in seiner Frage das Wort ‚Pandavas‘ verwendet. Daher verwendet Sanjaya (in Vers 1.14 und hier) das Wort ‚Pandava‘, um Dhritarashtra wiederholt an die Pandavas zu erinnern.
‚O König, da sprach er diese Worte zu Hrishikesha‘ – Als Duryodhana die Pandava-Armee sieht, geht er zu seinem Lehrer Dronacharya und spricht Worte voller List. Aber Arjuna, als er die Kaurava-Armee sieht, spricht (die nun folgenden Worte) erfüllt von Heldentum, Begeisterung und einem Pflichtgefühl zu Herrn Shri Krishna, der der Lehrer des Universums, der innere Lenker und der Führer von Geist und Intellekt ist.
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