2.21. O Sohn der Prithā, wie kann jener Mensch, der dieses verkörperte Selbst als unzerstörbar, ewig, ungeboren und unveränderlich erkennt, jemanden töten oder jemanden töten lassen?
**Kommentar:** Die Bedeutung ist – »Vedāvināśinam… ghātayati hanti kam« – Wer wahrhaft erkennt, dass dieses verkörperte Selbst niemals zerstört wird, niemals irgendeine Veränderung erfährt, niemals geboren wird und niemals irgendeine Art von Verminderung erleidet – wie kann eine solche Person jemanden töten oder jemanden töten lassen? Das heißt, eine solche Person kann keine Neigung haben, andere zu töten oder andere töten zu lassen. Sie kann weder der Handelnde noch der Anstifter einer Handlung werden.
Hier hat der Herr durch die Beschreibung des verkörperten Selbst als unzerstörbar, ewig, ungeboren und unveränderlich alle sechs Veränderungen (vikāras) in ihm verneint. Zum Beispiel wird durch die Bezeichnung »unzerstörbar« die Veränderung in Form des Todes verneint; durch »ewig« wird die Veränderung der Zustände und des Wachstums verneint; durch »ungeboren« wird die Veränderung der Geburt und der darauf folgenden Existenz verneint; und durch »unveränderlich« wird die Veränderung des Verfalls verneint. Im verkörperten Selbst findet aufgrund irgendeiner Handlung nicht die geringste Veränderung statt.
Wenn die Absicht des Herrn in den Wendungen »na hanyate hanyamāne śarīre« (Es wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird) und »kaṁ ghātayati hanti kam« (jemanden töten oder jemanden töten lassen) lediglich darin bestand, zu verneinen, dass die Seele zum Handelnden oder zum Objekt der Handlung wird, warum spricht man dann hier vom Töten und Getötetwerden anstatt vom Tun und Nichttun? Die Antwort ist, dass, da der Kontext der des Krieges ist, es hier wesentlich ist, darzulegen, dass das verkörperte Selbst im Kampf nicht zum Töter wird, weil es in ihm keine Handlungsfähigkeit gibt. Wenn das verkörperte Selbst nicht der Töter, also der Handelnde, werden kann, wie kann es dann der Getötete, also das Objekt der Handlung, werden? Die Aussageabsicht ist, dass dieses verkörperte Selbst weder der Handelnde noch das Objekt irgendeiner Handlung ist. Daher sollte man nicht über das Töten und Getötetwerden trauern; vielmehr sollte man die Pflicht, die einem zugefallen ist, gemäß den Anweisungen der Schriften erfüllen.
**Zusammenhang:** In den vorherigen Versen wurde die Unveränderlichkeit der Seele beschrieben. Im folgenden Vers wird dasselbe anhand eines Gleichnisses erläutert.
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