Sanjaya sprach: Nach diesen Worten warf Arjuna, dessen Geist von Kummer überwältigt war, Bogen und Pfeile beiseite und setzte sich auf den Streitwagen mitten auf dem Schlachtfeld.
Kommentar: *‚Nach diesen Worten... sein Geist von Kummer bedrückt‘* – Nachdem er mit logischer Argumentation und Schriftautorität dargelegt hatte, dass die Kriegsführung die Wurzel allen Unheils sei, die hier zur Vernichtung seiner Verwandten und im Jenseits zur Höllenqual führen werde, fasste Arjuna, dessen Geist von Trauer zutiefst erschüttert war, den festen Entschluss, nicht zu kämpfen. Auf jenem Schlachtfeld, auf das er voller Kampfesmut und mit dem Bogen in der Hand gekommen war, legte er nun mit der linken Hand den Gandiva-Bogen und mit der rechten Hand den Pfeil nieder. Er selbst setzte sich in die Mitte des Streitwagens, genau dorthin, wo er zuvor gestanden hatte, um beide Heere zu betrachten, und nahm nun eine Haltung der Trauer ein.
Die Hauptursache für Arjunas kummervollen Zustand ist diese: Der Herr selbst hatte den Streitwagen vor Bhishma und Drona platziert und Arjuna aufgefordert, die Kauravas zu betrachten. Beim Anblick dieser erwachte die latente Täuschung in Arjuna. Mit dieser erwachten Täuschung sagt Arjuna, dass in diesem Krieg unsere Verwandten getötet werden. Der Tod der Verwandten an sich ist bereits ein großer Verlust. Duryodhana und andere bedenken diesen Verlust aufgrund ihrer Gier nicht. Wir jedoch müssen auf die schreckliche Kette von Unglücksfällen achten, die aus diesem Krieg folgen wird, und müssen daher von solcher Sünde abstehen. Wir haben einen schweren Fehler begangen, indem wir, getrieben von Gier nach Königreich und Vergnügen, auf diesem Schlachtfeld bereitstanden, unsere eigene Dynastie zu zerstören! Daher wäre es zu meinem Wohl, selbst wenn die Krieger vor mich träten und mich, unbewaffnet und kampfverweigernd, töten würden. So sieht Arjuna, weil Täuschung sein Herz überwältigt, den Nutzen darin, vom Krieg abzulassen und sogar in seinem eigenen Tod, und letztlich wirft er aufgrund ebendieser Täuschung Bogen und Pfeile beiseite und setzt sich, in Niedergeschlagenheit versunken. So groß ist die Macht der Täuschung, dass derselbe Arjuna, der sich kriegsbereit mit erhobenem Bogen zeigte, nun derselbe Arjuna ist, der, nachdem er den Bogen niedergelegt hat, völlig von Kummer überwältigt ist!
So ist mit der Aussprache von Om, Tat, Sat – den heiligen Silben – das erste Kapitel mit dem Titel „Arjunas Yoga der Verzweiflung“ im Dialog zwischen Sri Krishna und Arjuna, das als Upanishad bekannte Srimad Bhagavad Gita, bestehend aus der Wissenschaft des Brahman und der Schrift des Yoga, vollendet.
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